Studien spielen eine zentrale Rolle in der Forschung zur psychischen Gesundheit. Sie tragen dazu bei, Erkrankungen oder schützende Faktoren besser zu verstehen, neue Therapien und diagnostische Verfahren zu entwickeln und gesellschaftliche Stigmata abzubauen. Damit bilden sie die Grundlage für eine evidenzbasierte Versorgung und Prävention, die langfristig die Lebensqualität Betroffener und die Resilienz der Gesellschaft stärkt.
Haben Sie Interesse die Forschung durch Ihre Teilnahme an einer Studie zu unterstützen? Auf dieser Seite finden Sie Studien des DZPG, für die derzeit Teilnehmerinnen und Teilnehmer gesucht werden.
Die Häufigkeit von Essstörungen bei Männern nimmt zu und das Risiko für Essstörungen ist bei marginalisierten Personen aus sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten (LGBTQIA+) erhöht. Zudem besteht für Männer und LGBTQIA+ ein erhöhtes Risiko für Stigmatisierung aufgrund einer Essstörung. Über Unterschiede bei Essstörungen aufgrund des Geschlechts ist bislang allerdings noch wenig bekannt. Daher untersuchen Forschende am Universitätsklinikum Tübingen und der Charité Berlin in der MASC-ED-Studie die Rolle des Geschlechts und der sexuellen Orientierung bei Essstörungen. Dazu vergleichen wir Männer und Frauen mit einer Essstörung und suchen aktuell noch betroffene Männer.
Depressionen sind behandelbar. Dennoch sprechen nicht alle Betroffenen gleichermaßen auf bestehende Therapien an. Mit der Early-TMS-Studie untersuchen Forschende an den Universitätskliniken Tübingen, Ulm, München und Freiburg, ob die Transkranielle Magnetstimulation (TMS), eine nicht-invasive Hirnstimulation mittels Magnetimpulsen, bereits früh im Krankheitsverlauf erfolgreich eingesetzt werden kann.
Die Studie vergleicht die Behandlung mit TMS mit einer medikamentösen Standardtherapie. Ziel ist es, neue und wirksame Behandlungswege bei Depressionen zu erforschen, die Behandlungsmöglichkeiten für Menschen mit Depressionen zu erweitern, die Lebensqualität Betroffener zu verbessern und einer Chronifizierung der Erkrankung vorzubeugen. Gesucht werden Personen mit einer depressiven Episode, die Interesse an einer Studienteilnahme haben. Weitere Informationen zur Studie sowie zu den Teilnahmevoraussetzungen und Kontaktmöglichkeiten finden Sie auf unserer Studienwebsite.
Bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen zählen Depressionen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Medikamente und psychotherapeutische Verfahren sind wirksame Behandlungsmethoden, helfen jedoch nicht allen Betroffenen gleichermaßen. Bei Erwachsenen mit Depressionen wird außerdem die Transkranielle Magnetstimulation (TMS) eingesetzt.
Mit der EARLY-BURST-Studie untersuchen Forschende des DZPG-Standorts München-Augsburg, ob die Theta Burst Stimulation (TBS), eine Weiterentwicklung der TMS, bei jungen Menschen (16 bis 26 Jahre) mit depressiven Störungen eine alternative Therapiemöglichkeit darstellt.