Partizipation in der Forschung - Das Deutsche Zentrum für Psychische Gesundheit

IN DER FORSCHUNG

Erfahrungsexpertinnen als Treiber der Innovation

Menschen, die selbst oder als Angehörige Erfahrung mit psychischen Erkrankungen haben, bringen wertvolles Erfahrungswissen und eine einzigartige Perspektive mit. Sie können Herausforderungen und Sorgen von Menschen mit psychischen Erkrankungen besser verstehen. Sie sind Erfahrungsexperten. Die Einbindung von Betroffenen und Angehörigen in die Erforschung psychischer Gesundheit und Erkrankung ermöglicht es, Forschungsprojekte an ihren Bedürfnissen auszurichten und die Versorgungsqualität zu verbessern. Erfahrungswissen trägt so dazu bei, die Erfolgschancen von Therapien zu erhöhen.

Forschung profitiert in besonderem Maße von der Beteiligung der Erfahrungsexpertinnen, wenn diese bereits von Beginn an in die Konzeptentwicklung und Planung von Studien einbezogen werden. Ein zentrales Ziel des DZPG ist es daher, einen hohen Standard der Partizipation über die gesamte Lebensspanne hinweg zu etablieren.

 

 

Beteiligungsverteiler

FÜR BETROFFENE UND ANGEHÖRIGE

Sie haben Interesse aktiv in der Forschung mitzuwirken? 

Betroffene und Angehörige, die über Beteiligungsmöglichkeiten in aktuellen Forschungsprojekten informiert werden möchten, können sich in eine Mailingliste eintragen. Über die Maillingliste werden Anfragen von Forschenden versendet, die Erfahrungsexpertinnen zur Mitwirkung in ihren Forschungsprojekten suchen. 

Mailverteiler für Betroffene und Angehörige

FÜR FORSCHENDE

Sie suchen Erfahrungsexperten für Ihr Projekt? 

Wir haben einen Mailverteiler eingerichtet, über den Ihre Anfrage zur Mitwirkung in Ihrem Forschungsprojekt an Erfahrungsexpertinnen verschickt werden kann.  Der Mailverteiler dient nicht der Rekrutierung von Studienteilnehmenden. Stattdessen können Sie darüber gezielt Erfahrungsexpert:innen ansprechen, die aktiv an Forschungsprojekten mitarbeiten möchten.

Informationen für Forschende

Weitere Angebote

FÜR ERFAHRUNGSEXPERTEN AM DZPG

Peer2Project

Standortübergreifend bietet das Format Peer2Project Erfahrungsexperten am DZPG die Möglichkeit, sich über ihre Mitarbeit in der Forschung auszutauschen. Ziel des Treffens ist es, Erfahrungen aus Forschungsprojekten zu teilen, offene Fragen zu besprechen und die Vernetzung untereinander zu stärken.

Meet-the-Expert und Meet-the-Topic

Bei Meet-the-Expert und Meet-the-Topic geben Profis für Erfahrungsexpertinnen am DZPG eine laienverständliche Einführung in ihre Forschung und tauschen sich mit Erfahrungsexpertinnen über den aktuellen Stand und interessante Fragen dazu aus. Das Format findet in regelmäßigen Abständen online statt. 

Kontakt

Wenn Sie mehr über einzelne Angebote erfahren möchten, wenden Sie sich bitte an:

Dr. Maria Hildegard Haun
maria.haun@dzpg.org

Sie haben Fragen?

An jedem Standort gibt es eine Kontaktperson (PPI-Referentin) für interessierte Betroffene, Angehörige und Forschende. Sie möchten als Erfahrungsexperte in Forschungsprojekten mitarbeiten? Oder Sie forschen am DZPG und möchten sich zu Patient and Public Involvement beraten lassen? Dann wenden Sie sich gerne an die PPI-Referentin Ihres Standortes.

Dr. Silke Lipinski – silke.lipinski@hu-berlin.de

Irina Baskow  – irina.baskow@charite.de 

Dr. Christina Bartnick – christina.bartnick@rub.de

Dr. Anja Buder – anja.buder@med.uni-jena.de
Dr. Anne Strehlow – anne.strehlow@med.ovgu.de

Ronald Fischer – ronald.fischer@zi-mannheim.de 

Dr. Barbara Bollig – barbara.bollig@zi-mannheim.de 

Dr. Ulrike Sünkel – ulrike.suenkel@med.uni-tuebingen.de

Dr. Maria Hildegard Haun – maria.haun@dzpg.org

Aktuelle Projekte

EMPOWER: Wie gelingt Selbsthilfe? 

Selbsthilfegruppen sind ein zentraler Bestandteil gelingender Genesung und bieten niedrigschwellige Unterstützung. Allerdings fehlt es bislang an belastbarer Evidenz zu ihrer Wirksamkeit sowie zu Gelingens- und Hinderungsfaktoren – insbesondere für vulnerable Gruppen wie Menschen mit Migrationserfahrung oder schweren psychischen Erkrankungen. Dies erschwert ihre systematische Integration in die Regelversorgung.

Das nutzergeleitete Projekt EMPOWER zielt darauf ab, zentrale Evidenzlücken zu schließen. Im Fokus stehen die Wirksamkeit und Erfolgsfaktoren von Selbsthilfegruppen für Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen, Personen mit Migrationserfahrungen sowie Angehörige. Projektstart ist im Sommer 2026. 

Kontakt

Wenn Sie mehr über das Projekt erfahren möchten und/oder Interesse haben als Erfahrungsexperte mitzuwirken, wenden Sie sich bitte an:

PD Dr. Hauke Wiegand
hauke.wiegand@uk-halle.de 
0345 557 3651

KOMMIT-Kids: Kinder und Jugendliche gestalten Forschung!

KOMMIT-Kids ein Forschungsprojekt zur psychischen Gesundheit, das Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 17 Jahren aktiv in die Gestaltung von Forschungsfragen einbezieht. In dem Projekt wird der Forschungskompass-Kids entwickelt, der die wichtigsten Forschungsfragen aus Sicht von Kindern und Jugendlichen bündelt. Die Forschungsfragen dienen als Grundlage für zukünftige Forschung im Deutschen Zentrum für Psychische Gesundheit (DZPG) sowie im Deutschen Zentrum für Kinder-und Jugendgesundheit (DZKJ) und darüber hinaus. 

Angaben zu den Beteiligungsmöglichkeiten erfahren Sie in Kürze hier. 

KOMMIT-Kids –
mehr Infos!
Download Flyer

KOMMIT: Forschungskompass mentale Gesundheit

Das am DZPG angesiedelte Projekt KOMMIT sammelt zum ersten Mal in  Deutschland die Themen von Menschen mit psychischen Schwierigkeiten und  ihnen nahestehenden Personen für die Forschungsagenda. Zunächst findet dafür ein dreiwöchiger Online-Dialog auf der Website kommit-deutschland.de statt, bei dem Betroffene ihre Themen einbringen können. Aus den Ergebnissen wird in einem mehrstufigen Verfahren ein Forschungskompass Mentale Gesundheit erarbeitet. Er soll Forschenden dabei helfen, ihre Themenauswahl stärker am Bedarf von Menschen mit psychischen Problemen auszurichten. Initiiert wurde das Projekt von Betroffenen und Angehörigen, die im „Trialogischen Zentrumsrat“ des DZPG organisiert sind.

 

Direkt beteiligen – und alle Infos
Projekt KOMMIT

Kontakt

Wenn Sie mehr über das Projekt erfahren möchten und/oder Interesse haben als Erfahrungsexpertin mitzuwirken, wenden Sie sich bitte an:

Dr. Silke Lipinski
silke.lipinski@hu-berlin.de
 

BASTA

BASTA ("Bündnis für psychisch erkrankte Menschen") führt seit mehr als 20 Jahren erfolgreich ein Anti-Stigma-Projekt durch, das allein in München und Rosenheim etwa 70 Schulklassen pro Jahr erreicht. Konzipiert ist das Projekt für Schulklassen ab der 9. Jahrgangsstufe und für alle Schularten. Die teilnehmenden Klassen begegnen dabei zwei Mitgliedern der Organisation: einem, der von seinem Leben mit einer psychischen Erkrankung erzählt, begleitet von einem Behandelnden, der moderiert und fachlich ergänzt.

Die Intervention hat bisher gute Rückmeldungen von Lehrern, Schülern, Fachleuten und Betroffenen erhalten, die daran teilgenommen haben. Eine wissenschaftliche Bewertung wird es ermöglichen, festzustellen, ob ein solches Programm zur Verringerung der Stigmatisierung wirksam ist und zur Verbesserung des Wissens über psychische Erkrankungen beitragen kann. Dies wird eine zukünftige Entwicklung des Programms für andere Bevölkerungsgruppen ermöglichen.

Mehr über BASTA erfahren Sie hier

Kontakt

Wenn Sie als Betroffener, Angehöriger oder in der Psychiatrie tätige Fachkraft an dem Projekt mitwirken möchten, wenden Sie sich bitte an:

info@bastagegenstigma.de

TEPSY: Training für Eltern mit psychischen Belastungen

Am DZPG-Standort Berlin-Potsdam wurde eine App für psychisch belastete Eltern entwickelt, für die ihre Elternschaft aufgrund eigener psychischen Probleme eine besondere Herausforderung darstellt. Die Inhalte der App sollen Eltern dabei unterstützen, Herausforderungen in der Eltern-Kind-Interaktion besser zu meistern und ihre psychische Gesundheit zu stärken.

In dem Forschungsprojekt werden die Perspektiven von Betroffenen, Angehörigen, Fachkräften und Wissenschaftlerinnen zusammengebracht. Gemeinsam mit Erfahrungsexperten wurde bereits erarbeitet, welche Inhalte wichtig sind, wie Eltern angesprochen werden sollen und wie das Training heißen soll. Aktuell startet die Evaluation des digitalen Trainings. Als Erfahrungsexpertinnen können Sie in dieser Projektphase aktiv bei der Umsetzung der geplanten Studien mitmachen (u. a. bei der Entwicklung einer Rekrutierungsstrategie, bei Entscheidungen über den Ablauf der Erhebungen). In regelmäßigen Abständen finden dafür Online-Veranstaltungen statt.

Kontakt

Wenn Sie mehr über das Projekt erfahren möchten und/oder Interesse haben als Erfahrungsexperte mitzuwirken, wenden Sie sich bitte an:

Dr. Charlotte Rosenbach
c.rosenbach@fu-berlin.de

Dr. Caroline Seiferth (in Elternzeit)
c.seiferth@fu-berlin.de

Jana Zitzmann
j.zitzmann@fu-berlin.de
030 838 66 741

Infos zu aktuellen Terminen
www.eltern-app.info