Im Mittelpunkt des Treffens standen neben den Vorträgen aus den Standorten zahlreiche Netzwerk- und Infrastrukturtreffen. Diese Formate gaben wichtige Impulse für künftige Forschungsprojekte im DZPG – von der Weiterentwicklung zentraler Forschungsressourcen über Fragen des Datenmanagements bis hin zur klinischen und psychotherapeutischen Versorgung.
Das wissenschaftliche Programm machte die Vielfalt der DZPG-Forschung deutlich. Es schlug den Bogen von frühen Hilfen im Kindesalter über gesellschaftlich relevante Einflussfaktoren wie soziale Medien bis hin zu klinischen Fragestellungen, etwa bei Essstörungen.
Besonders eindrucksvoll war die Keynote von Prof. Dr. David Clark (University of Oxford): „Realising the Mass Public Benefit of Evidence-Based Psychological Therapies“. Am Beispiel des britischen IAPT-Programms zeigte er, wie evidenzbasierte Therapien Hunderttausenden jährlich helfen, soziale Ungleichheiten abfedern und zugleich volkswirtschaftlich wirken. Zentrale Erfolgsfaktoren sind die systematische Erfassung und Veröffentlichung von Behandlungsergebnissen, aber auch der Einsatz digitaler Therapien. Ergänzendes Jobcoaching verbessert die Genesungsraten zusätzlich. Clark betonte, dass jeder investierte Euro dem Gesundheitssystem ein Vielfaches an Folgekosten erspart. Sein Fazit: Wenn Wissenschaft, Politik und Ökonomie zusammenwirken, können Therapien messbare gesellschaftliche und ökonomische Gewinne erzielen. Ein wichtiger Impuls auch für die gesundheitspolitische Diskussion in Deutschland.